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Herzgesundheit

Herzzentrum der München Klinik
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TAVI (Ersatz der Aortenklappe)

Transkatheter-Aortenklappen-Implantation (engl.. transcatheter aortic valve implantation)

Die Transkatheter-Aortenklappen-Implantation (TAVI) ist ein schonendes Verfahren, um verengte oder undichte Aortenklappen des Herzens zu ersetzen. Mittels eines Katheters führen unsere Herzspezialisten eine klein zusammengelegte Ersatz-Herzklappe ein. Exakt platziert und entfaltet übernimmt diese Ersatz-Aortenklappe dann die wichtige Aufgabe als Ventil.

Wie funktioniert eine Aortenklappen-Implantation?

In unserer Klinik führen die Herzspezialisten die TAVI-Eingriffe in der Regel im Hybrid-Operationssaal durch. Dort findet sich zusätzlich zur klassischen OP-Ausstattung und den strengen Hygiene-Vorrichtungen eine Herzkatheter-Durchleuchtungsanlage mit hochauflösenden Monitoren.

Wenn wir in unserer Klinik einen TAVI-Eingriff durchführen, sind neben dem ausführenden Kardiologen bzw. Herzchirurgen auch ein Kardiotechniker und ein versierter OP-Pfleger anwesend. Diese halten ggf. die Herz-Lungen-Maschine bereit, so dass wir bei eventuellen – seltenen – Komplikationen wie Blutungen oder Rissen sofort umschwenken können.

Bei der TAVI Implantation wir die neue Aortenklappe durch einen Ballon geweitet (Valvuloplastie). Nach der Weitung wird der Ballon zurückgezogen und die TAVI Klappenprothese in der erkrankten Klappe freigesetzt.

Für welche Patienten ist die TAVI die beste Option?

Das TAVI-Verfahren wurde erst 2002 erfunden und wird seit 2007 standardmäßig in vielen Kliniken durchgeführt. Vorher konnten undichte oder verengte Aortenklappen ausschließlich im Rahmen einer großen konventionellen Herzoperation rekonstruiert oder ersetzt werden.

Für diejenigen Patienten, bei denen eine solche Herzoperation aufgrund von schweren Begleiterkrankungen zu riskant gewesen wäre, blieb damals keine Option. Inzwischen können die Herzspezialisten mit Hilfe des TAVI-Verfahrens Patienten über 75 Jahre oder mehrfach erkrankten Patientenhelfen, dennoch bleibt der klassische herzchirurgische Eingriff für etwa die Hälfte der Patienten die Option mit den besten Aussichten. 

„Immer noch finde ich es beeindruckend, wie schnell sich auch betagte Patienten nach einem TAVI-Eingriff erholen. Sie können meist sehr bald in ihr normales Leben zurückkehren.“
Chefarzt Prof. Dr. Walter Eichinger, Herzchirurgie an der München Klinik Bogenhausen

Vor allem ältere Patienten ab 75 Jahren profitieren von dem TAVI-Eingriff, wie die 93-jährige Barbara F. aus Freising.

Auch als Ersatz für eine existierende künstliche Herzklappe kann die TAVI dienen.

Herzklappen, die im Rahmen einer großen Herzoperation eingesetzt wurden, können über die Jahre degenerieren und die gewünschte Funktion nicht mehr erfüllen. 

Seit mehreren Jahren setzen wir auch dann Ersatz-Herzklappen mittels der Katheter-Technik ein, wenn bereits einmal eine Herzklappe ersetzt wurde.

Für diesen Eingriff benötigen die Herzspezialisten viel Erfahrung, da die erste Ersatz-Herzklappe im Körper bleibt und die neue Katheterklappe bei dem jetzt erfolgenden TAVI-Eingriff exakt innerhalb der vorhandenen Prothese platziert werden muss.

„Auf diese Weise können wir einer degenerierten Bioprothese sozusagen ein zweites Leben verleihen, ohne dass nochmal eine Operation notwendig wird“, schildert Prof. Walter Eichinger.

Welche Vorteile hat die TAVI?

Da mittels der Transkatheter-Aortenklappen-Implantation TAVI der Eingriff auf schonende Weise erfolgt, erholen sich auch ältere Patienten mit mehrfachen Erkrankungen schnell wieder. Sie sind dann oft selbst überrascht, dass sie wieder gut Luft bekommen und kleine Anstrengungen durchhalten können.

Die Symptome wie Brustschmerz (Angina pectoris) sowie Schwindel oder gar Bewusstlosigkeit (Synkopen) verschwinden in der Regel vollständig.

Ein erfolgreicher Ersatz der Herzklappe bedeutet für die Patienten weitere Lebensjahre mit oft hoher Lebensqualität und wieder gewonnener Agilität.

Viele Patienten jenseits der 75 Jahre, für die eine große Herzoperation zu viele Risiken berge, sind heutzutage noch sehr agil und wollen es auch noch lange bleiben.

„In meinen Augen ist die TAVI eine der größten medizinischen Errungenschaften der letzten zehn bis 15 Jahre.“
Prof. Walter Eichinger, Chefarzt der Herzchirurgie in der München Klinik Bogenhausen.

Diese Patientin erhielt mit 102 Jahren eine neue Aortenklappe.

Wie fällt die Entscheidung, ob ein Patient eine Herz-OP oder einen TAVI-Eingriff erhält?

Seit 2014 gibt es hier ganz klare Richtlinien – vergleichbar mit gesetzlichen Vorschriften, die bestimmen, wie diese Entscheidung zu erfolgen hat.

Ein gemeinsames Team aus Kardiologen, Herzchirurgen und auf Herzerkrankungen spezialisierten Anästhesisten (Kardio-Anästhesisten) bespricht die vorliegenden Befunde jedes einzelnen Patienten. In den sogenannten „Heart Team Conferences“, die regelmäßig stattfinden, wird sichergestellt, dass jeder der beteiligten Experten nicht nur die Befunde des Patienten sichten kann, sondern den Patienten auch persönlich kennt und untersucht hat.

Gemeinsam erstellen wir ein Risiko-Profil, in das wir folgende Punkte einfließen lassen:

  • die Schwere der Erkrankung
  • das Alter des Patienten
  • die Begleiterkrankungen (z.B. Diabetes, Lungenhochdruck, Nierenerkrankungen)

In etwa der Hälfte der Fälle, bei denen ausschließlich ein Ersatz der Aortenklappe erforderlich ist (und nicht gleichzeitig Herzkranzgefäße durch Bypässe zu ersetzen sind), entscheiden wir uns dafür, den Patienten einen TAVI-Eingriff zu empfehlen. 

Was uns als Klinik für die TAVI auszeichnet

Hohe operative Expertise

Unser München Klinik Bogenhausen gehört zu den Wegbereitern der Technologie und führt inzwischen pro Jahr mehr als 150 TAVI-Behandlungen durch. 2017 haben wir bereits die tausendste Aortenklappe Katheter-gestützt ersetzt.

Als TAVI-Zentrum zertifiziert

Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DKG) verleiht das Zertifikat als TAVI-Zentrum nur denjenigen Kliniken, die hohe Qualitätsstandards bei ihrer Ausstattung, ihren Prozessen und Strukturen erfüllen. Dies wird von einem unabhängigen Institut in regelmäßigen Abständen überprüft.

Die älteste Patientin weltweit

Worauf wir persönlich besonders stolz sind: Wir haben die weltweit älteste Patientin mit einer Katheter-gestützten Herzklappe ausgestattet – als sie 102 Jahre alt war. Erreicht hatte sie das biblische Alter von 107 Jahren.

Was ist der Vorteil einer großen Klinik?

Im Maximalversorger-Krankenhaus gibt es mehrere Fachgebiete im Bereich Herz: Kardiologie, Herzchirurgien, Angiologie , Gefäßkliniken, etc. - so können viele versierte Experten im Haus eingreifen, um beispielsweise Nebenerkrankungen im Vorfeld abzuklären.

Durch die Möglichkeit, die Patienten schnell operativ zu versorgen, können wir u.a. sofort Herzschrittmacher implantieren, falls im Rahmen des TAVI-Eingriffs Blockierungen des Reiz-Leitungssystems im Herzen auftreten. Zudem können wir Patienten, deren Zustand wir für etwas kritischer halten, kurzzeitig auf unserer eigenen Intensivstation überwachen lassen.

Lassen sich die Risiken minimieren?

In einer Herzklinik wie der in München Bogenhausen wird die gesamte Bandbreite der Herzkatheter-Eingriffe angeboten - auch seltener genutzten Zugänge und weniger häufig verwendete Ersatzklappen.

Das erhöht durchaus die Sicherheit, wenn man seinem Patienten die für ihn sicherste Alternative anbieten kann und keine Risiken eingeht, indem man zu früh bestimmte Zugangswege und Ersatzklappen favorisiert.

Studie zeigt überdurchschnittliche Überlebensraten

Im Zeitraum von 2009 bis 2016 haben wir dazu eine wissenschaftliche Studie an unserer Klinik durchgeführt. Deren Ergebnisse zeigten, dass der Zeitfaktor im Falle von Komplikationen, die eine Operation erfordern, entscheidend für das Überleben dieser Patienten ist: Je besser und unmittelbarer die Zusammenarbeit von Kardiologen und Herzchirurgen funktioniert, desto besser sind die Überlebensraten dieser Patienten.

Unsere eigenen Daten zeigten deutlich überdurchschnittliche Überlebensraten bei diesen Patienten verglichen mit dem Bundesdurchschnitt.

TAVI-FAQ - Die wichtigsten Fragen zur TAVI

Beratungstermine zu TAVI erhalten Sie direkt in unseren Fachabteilungen

Sie erreichen uns telefonisch werktags 8:00 - 16:30 Uhr - oder jederzeit per Kontaktformular.

München Klinik Bogenhausen

Kardiologie:
Herzklappeninterventionen (TAVI, Mitralklappen): (089) 9270-2770
Online: Termine & Anfragen an uns

Herzchirurgie:
Herzklappenersatz und Herzklappen-Rekonstruktion: (089) 9270-2631
Online: Termine & Anfragen an uns

München Klinik Harlaching

Sekretariat: (089) 6210-4961
Elektrophysiologie / Tagesklinik: (089) 6210-4053
Online: Termine & Anfragen an uns

Kinder-Kardiologie: (089) 6210-4037
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München Klinik Neuperlach

Sekretariat, allgemeine Fragen: (089) 6794-2351
Aufnahmezentrum (Anmeldungen): (089) 6794-2500

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München Klinik Schwabing

Erwachsenen-Kardiologie: (089) 3068-2525 und -2526
Online: Termine & Anfragen an uns

Kinder-Kardiologie: (089) 3068-2272 
Online: Termine & Anfragen an uns

Unsere Spezialistinnen & Spezialisten für TAVI

Dr. med. Erwin
Leitender Arzt der Sektion für Elektrophysiologie
Dr. med. Erwin Glück
München Klinik Harlaching München Klinik Neuperlach
Dr. med. Sebastian
Geschäftsführender Oberarzt
Dr. med. Sebastian Rogowski, MHBA
Prof. h. c. Dr. med. Stephen
Oberarzt, Leitender Arzt
Prof. h. c. Dr. med. Stephen Hohe
Dr. med. Alexander
Oberarzt, Leiter Herzkatheterlabor
Dr. med. Alexander Illmann
 Julia
Oberärztin
Julia Wallner

Fachlich geprüft von:

Prof. Dr. Walter Eichinger
Chefarzt Herzchirurgie

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