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Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Bluthochdruck (Hypertonie)

Bluthochdruck ist eines der größten Gesundheitsrisiken unserer Zeit. In Deutschland leiden rund 20 Millionen Menschen an Bluthochdruck, auch Hypertonie genannt. In den meisten Fällen von Bluthochdruck handelt es sich dabei um eine so genannte essentielle Hypertonie.

Primärer oder sekundärer Bluthochdruck?

Leiden Betroffene an Bluthochdruck, handelt es sich in 90 Prozent aller Fälle um den primären oder essentiellen Bluthochdruck. Das heißt, die Hypertonie wird nicht durch eine andere Erkrankung verursacht, wie es beim sekundären Bluthochdruck der Fall ist.

Das können beispielsweise Nierenerkrankungen, Funktionsstörungen der Schilddrüse oder andere Stoffwechselstörungen sein.

Was die Blutdruckwerte bedeuten

  • Normal
    120/80 mmHg
  • Hoch-Normal
    130/85 mmHg
  • Hypertonie Grad I (leichter Bluthochdruck)
    140/90 mmHg
  • Hypertonie Grad II (mittelschwerer Bluthochdruck)
    160/100 mmHg
  • Hypertonie Grad III (schwerer Bluthochdruck)
    >180/110 mmHg

Was sind die Risikofaktoren für Bluthochdruck?

Viele wissen gar nicht, dass sie unter Bluthochdruck leiden. Sogar fünf Prozent der Kinder und Jugendliche sind bereits von einer Hypertonie betroffen. Da Bluthochdruck kaum Beschwerden verursacht, kann er unbehandelt die Gefäße schädigen. Die Folge sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen, aber auch die Nieren, das Gehirn oder die Augen können betroffen sein. 

Übergewicht, mangelnde Bewegung, Alkohol und ein hoher Salzkonsum sind die häufigsten Ursachen für die essentielle oder primäre Hypertonie und ist damit eine typische Zivilisationskrankheit. Bluthochdruck tritt aber auch gehäuft bei Frauen nach den Wechseljahren auf. Eine familiäre Neigung stellt ebenfalls ein Risikofaktor dar. 

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Blutdruck messen - aber richtig

Wer einmal einen erhöhten Blutdruck hatte, muss noch lange keinen behandlungsbedürftigen haben. Der Blutdruck schwankt im Laufe des Tages. Sport, Kaffeegenuss oder aber der Arzt selber kann einen hohen Blutdruck verursachen. Diese Nervösität des Patienten seinem Arzt gegenüber wird als Weißkittelhochdruck bezeichnet.

Um aussagekräftige Werte zu erhalten, sollten mehrmalige Messungen durchgeführt werden, am besten zu drei verschiedenen Zeitpunkten. Auch Langzeit-Messungen, die über 24 Stunden stattfinden, sind sinnvoll, wenn tageszeitliche Schwankungen beobachtet werden sollen. 

Zu Hause können Patienten mit einer Blutdruckmanschette leicht selber ihren Blutdruck messen. Bedenken Sie dass Sie nicht gestresst sein sollten, wenn Sie die Messung durchführen. 

  • Legen Sie die Manschette in Herzhöhe an oder halten Sie Ihr Handgelenk in Herzhöhe
  • Führen Sie keine größeren Bewegungen während der Messung durch
  • Notieren Sie Ihre Werte zur besseren Kontrolle

Wie Bluthochdruck behandelt wird

Die Behandlung des Bluthochdrucks hängt von der Grund- sowie Begleiterkrankungen sowie dem Alter des Patienten ab. Basis einer Therapie ist zumeist die Änderung des Lebensstils:

  • Reduzierung des Übergewichts
  • Änderung der Ernährungsgewohnheiten
  • regelmäßige Bewegung
  • Rauchverzicht
  • Reduzierung des Alkoholkonsums

Reicht eine Änderung der Lebensgewohnheiten nicht aus, werden zusätzlich blutdrucksenkende Mittel verordnet. Manchmal reicht ein Medikament, um den Blutdruck erfolgreich zu senken, oft ist aber eine Kombination verschiedener Medikamente notwendig.

  • ACE-Hemmer
  • AT1-Antagonisten
  • Beta-Blocker
  • Diuretika
  • Kalzium-Antagonisten

Wenn aus dem Bluthochdruck eine Hypertensive Krise entsteht

Bei einer hypertensiven Krise schnellt der Blutdruck plötzlich in die Höhe. Er erreicht Werte von über 230/130 mmHg. Da der Körper auf extreme Blutdruckschwankungen nicht eingerichtet ist, drohen Organschäden. 

Häufig spüren Patienten bei der hypertensiven Krise keine Symptome. Ein roter Kopf, Übelkeit, Kopfschmerzen oder Nasenbluten können auftreten. Der hypertensive Notfall zeigt sich z.B. durch Atemnot, einem Engegefühl in der Brust und Sehstörungen.  

Notfall hypertensive Krise

Es gibt keinen bestimmten Grenzwert des Blutdrucks, bei dem sich aus einer hypertensiven Krise ein hypertensiver Notfall entwickelt. Sehr hoher Blutdruck ist immer ein Alarmsignal für eine hypertensive Krise. Bei einem hypertensiven Notfall besteht Lebensgefahr und es sollte der Notarzt alarmiert werden.

Ein Herzinfarkt, eine Gehirnblutung oder auch Augenschäden sind Symptome bei einem hypertensiven Notfall. Meist ist die Ursache eine bereits bestehende Hypertonie, also Bluthochduck.

Setzen Patienten z.B. plötzlich ihre Medikamente ab, kann eine hypertensive Krise drohen. Aber auch Stress und Panikattacken, bestimmte Medikamente und Drogen können dies auslösen. Schwangerschaft, Nierenerkrankungen und Hormonstörungen erhöhen das Risiko.  

Der Arzt versucht dann den Blutdruck zu senken. Oft beginnt die medikamentöse Therapie bereits im Rettungswagen. Diese Behandlung muss allerdings kontrolliert erfolgen, um Organe durch einen plötzlichen Abfall des Blutdruckes nicht zusätzlich zu schädigen.    

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