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Kinderheilkunde, Jugendmedizin am Kindercampus Schwabing

Forschungszentrum für krebskranke Kinder

Von den rund 2.200 Kindern die jährlich in Deutschland an Krebs erkranken, werden circa 1.800 Überlebende Ihrer Krebserkrankung sein. Trotz dieser hohen Heilungsrate, gehen viele Therapien nach wie vor mit unerwünschten toxischen Nebenwirkungen einher, wodurch die Lebensqualität der Betroffenen häufig langfristig reduziert ist.

Sinn und Zweck unserer Forschung

Das Forschungszentrum an der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin wurde mit dem Ziel gegründet, neue und schonende Therapiemöglichkeiten für an Krebs erkrankte Kinder und Jugendliche zu identifizieren und für den Einsatz am Krankenbett weiterzuentwickeln. Darüber hinaus erforschen wir Möglichkeiten zur frühzeitigen Detektion von Kindern, welche ein erhöhtes Risiko für eine Krebserkrankung tragen, mit dem langfristigen Ziel eine Verhinderung von kindlichem Krebs zu erreichen.

Unsere Forschung besteht diesbezüglich aus zwei Säulen:

  1. Prävention von Krebs im Kindesalter mit dem Schwerpunkt auf akuter Leukämie sowie der
  2. translationalen zellulären Immuntherapie und onkolytischen Virotherapie zur Behandlung pädiatrischer Sarkome

Prof. Dr. Julia Hauer – Leitung des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin

Zum Profil von Prof. Dr. Hauer

(1) Akute Leukämie

Unser übergeordnetes Ziel ist die Prävention von Krebs bei Kindern und jungen Erwachsenen. Während die Heilungsraten bei kindlichem Krebs enorm hoch sind (>80 %), beeinträchtigt die krankheits- und therapiebedingte Morbidität die Lebensqualität des Einzelnen und belastet das Gesundheitssystem über Jahrzehnte. Daher zielt unsere Forschung darauf ab, Kinder und junge Erwachsene mit einem genetischen Krebsrisiko zu identifizieren und Ansätze zu entwickeln, die eine Modulation der Immunantwort des Wirts ermöglichen, um Krebs zu verhindern.

Hierbei konzentrieren wir uns auf die akute Leukämie, die häufigste Krebserkrankung im Kindesalter. Zu diesem Zweck haben wir eine gut charakterisierte Kohorte von n=150 generationenübergreifenden Kind-Eltern-Trios krebskranker Kinder zusammengestellt, die sowohl klinische als auch genetische Daten umfasst. Diese Kohorte wird nun an der Pädiatrischen Onkologie der TUM in Zusammenarbeit mit dem NCT Dresden erweitert. Durch die Kombination von integrierten bioinformatischen Analysen und molekularen Funktionstests sowohl in vitro als auch in vivo wollen wir neue Signalwege die für Krebs prädisponieren identifizieren sowie Möglichkeiten erarbeiten, wie Kinder mit einem Krebsrisiko frühzeitig erkannt werden können.

Darüber hinaus untersuchen wir die Rolle von Umweltbelastungen und einem frühem Immuntraining in transgenen Mausmodellen. Die Untersuchung des Immuntrainings hat zum Ziel, frühe präventive Strategien gegen Leukämie im Kindesalter zu entwickeln. Diese Arbeit wird im Rahmen einer ERC- und DKH-Exzellenzstrategie-Förderung durchgeführt.

Förderung

  • Julia Hauer: ERC starting grant (ERCStg 85222 “PreventALL)
  • Julia Hauer: Deutsche Krebshilfe (DKH) Exzellenzprogram für etablierte Wissenschaftler 
Pubmed link

Forschungsgruppe

Auer

Dr. rer. nat. Franziska Auer

Gruppenleitung AG Leukämie / Group Leader


Tel: 089 3068-3498

E-Mail an Dr. rer. nat. Franziska Auer
mehr zur Person

Nabil Farid Morcos, PhD

Mina Nabil Farid Morcos, PhD

Post-doctoral Researcher

Akhtar

Dr. rer. nat. Irfan Akhtar

Post-doctoral Researcher

Prexler

Dr. rer. nat. Carolin Prexler

Post-doctoral Researcher

Vogt

M. Sc. Julia Vogt

PhD Student

Haag

Rebecca Haag

PhD Student

(2) Sarkome

Translationale zelluläre Immuntherapie und onkolytische Virotherapie zur Behandlung pädiatrischer Sarkome ist der zweite Forschungsschwerpunkt. Insbesondere fortgeschrittene Sarkomstadien haben bei Kindern trotz umfassender Therapie eine schlechte Prognose. 

Wir haben gezeigt, dass die Infusion unspezifischer Spenderlymphozyten nach allogener Stammzelltransplantation eine Tumorkontrolle bei pädiatrischen Sarkom-Patienten bewirken kann, was die Wichtigkeit tumorspezifischer zellulärer Ansätze unterstreicht. Basierend auf unseren Ergebnissen ist das pädiatrische Sarkom empfänglich für eine Immuntherapie mit peptid-/HLA-A2-tumorspezifischen allo-restringierten Wildtyp- und retroviral T-Zellrezeptor-transduzierten T-Zellen, die in vitro und in einem präklinischen Mausmodell gegen mehrere mit dem Ewing-Sarkom (EwS) assoziierte Tumorantigene gerichtet sind. 

Hierbei führte der adoptive T-Zell-Transfer zu einer In-vivo-Persistenz ohne GvHD und die T-Zellen wanderten in das befallene Knochenmark und waren mit einer teilweisen Tumorregression verbunden (Heisenberg-Programm – Prof. Dr. Thiel). Diesbezüglich wird 2023 eine vom BMBF geförderte klinische Studie der Phase I mit onkolytischer Virotherapie in Kombination mit CDK4/6-Inhibition und Immun-Checkpoint-Inhibition in unserer Klinik beginnen (in Kooperation mit Per Sonne Holm und Roman Nawroth - Klinik für Urologie, Klinikum rechts der Isar).

Förderung

  • Uwe Thiel: Heisenberg-Programm – Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

  • Sebastian Schober / Uwe Thiel: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Pubmed link

Forschungsgruppe

Thiel

Prof. Dr. med. Uwe Thiel

Oberarzt für pädiatrische Hämatologie, Onkologie, Stammzelltransplantationen und Zelltherapie
Nachricht an unsere Klinik
mehr zur Person

von Heyking

Dr. rer. nat. Kristina von Heyking

Post-doctoral Researcher

Schober

Dr. Dr. med. Sebastian J. Schober

Clinician Scientist

Gaßmann

Dr. Dr. med. Hendrik Gaßmann

Clinician Scientist

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Kontakt

Dr. rer. nat. Nadine Kliese

Telefon: 089-3068-2843
E-Mail: nadine.kliese.server-mail(at)mri.tum.de